Was ist Phugmoche?
Phugmoche ist eine
Internatsschule für die Bergbauernkinder aus dem Volk der Sherpa. Sie
beherbergt und verpflegt 70 Kinder. Etwa 35 Tagesschüler aus den
umliegenden Siedlungen nehmen am Unterricht teil und erhalten zusammen mit
den Internatsschülern einen Mittagsimbiß. Insgesamt gehen 105 Kinder in
unsere Schule. Neben dem Unterricht in den in Nepal verbindlichen
Schulfächern pflegen wir die Tradition der Sherpa, die sich auf eine alte,
aus Tibet stammende Form des Buddhismus gründet. Dazu gehört, daß unsere
Kinder ihre Muttersprache, das Sherpa, in Wort und Schrift erlernen. Die
Landessprache im Vielvölkerstaat Nepal ist das mit dem nordindischen Hindi
verwandte Nepali.
Wie ist Phugmoche
entstanden?
Die Schule wurde in den
Jahren 1990 bis 1992 von Lama Ngawang Jinpa mit finanzieller Hilfe der
Freunde Nepals, München, gebaut und bis 2004 von diesem Verein unterstützt.
Anneliese Dietrich betreut das Projekt seit seiner Planungsphase. Im August
2004 hat ein Freundeskreis um Phugmoche den Verein Phugmoche-Nepal gegründet.
Zu den ersten zwei Schulhäusern sind vier weitere Gebäude hinzugekommen.
Im Talschluß unter den Gletschern des Hochhimalaya ist ein kleines Schul-
und Entwicklungszentrum entstanden.
Wie hat sich Phugmoche
entwickelt?
Phugmoche erteilt
Unterricht in den Klassenstufen 1 bis 8. Danach helfen wir unseren
Schützlingen, das Schulabschlußzeugnis 'School Leaving Certificate' nach
der 10. Klasse an einer anderen Schule erwerben. Die meisten unserer
Mädchen und Jungen brauchen, nachdem sie Phugmoche verlassen haben, unsere
Hilfe auch weiterhin, da sie aus sehr armen Verhältnissen stammen und kaum
Unterstützung vom Elternhaus erwarten können. Viele unserer Kinder sind
Halbwaisen, auch Vollwaisen, manche kennen nicht einmal ihre Herkunft und
mußten sich als Kinderdienstboten den Lebensunterhalt verdienen. Diese
Kinder nehmen wir vorrangig auf. Fast alle Eltern unserer Kinder sind Analphabeten.
Die Yakhirten nahmen bis vor wenigen Jahren noch ihre Kinder als Helfer mit
auf die Hochalmen. Heute gehören sie zu unseren besten Schülern. Die Kinder
können auch die religiöse Laufbahn einschlagen. Für sie halten wir maximal
23 Schulplätze bereit. Die anderen 47 bis 50 Internatsplätze sind
dem allgemein bildenden Zweig vorbehalten. Mädchenbildung wurde noch vor 10
Jahren für unnötig gehalten. Heute sind 50 % unserer Kinder Mädchen.
Unsere Gesundheitsfürsorge
hat einige Kinder das
Leben gerettet. Bei Tsering und Cheji wurde Tuberkulose in fortgeschrittenem
Stadium diagnostiziert. Sie mußten sich einer achtmonatigen Therapie
unterziehen und sind jetzt geheilt. Sonams Schädelknochen hatte sich nach
einer Mittelohrentzündung infiziert. Eine Operation in letzter Minute
machte ein gesundes, fröhliches Kind aus ihm. Sonam Dolkar, ein fünfzehnjähriges
Mädchen, erhielt eine künstliche Herzklappe und dem dreizehnjährigen Pasang
konnten wir ein Bein vor der Amputation bewahren. Lhakpa Doma hatte hohes
Fieber. Wir brachten sie nach Kathmandu ins Krankenhaus, wo eine schwere
Lungenentzündung festgestellt wurde. Auf der Intensivstation mußte ihre
Lunge entwässert werden. Das Mädchen ist gesund nach Phugmoche zurückgekehrt.
Die Wasserkraftanlage
konnten wir im April 2005
in Betrieb nehmen. Mit deutscher und dänischer Hilfe hatten wir das kleine
Elektrizitätswerk (35 bis 40 kw) seit 1998 geplant. Jetzt kochen wir
weitgehend mit elektrischem Strom und schonen den Bergwald. Wir versuchen,
Handwerksbetriebe zu gründen, um der Landflucht entgegenzuwirken. Eine
Papiermanufaktur, deren Maschinen unseren Strom nutzen, nimmt gerade ihre
Arbeit auf. Der stolze Eigentümer ist einer unserer ehemaligen Schüler.
Wir finanzieren Phugmoche
durch Spenden. Ein Kind im
Internat kostet etwa 2.000 Rupien im Monat, das sind gut 20 Euro. Davon
schicken wir es in die Schule, wir verpflegen und kleiden es und geben ihm
Unterkunft. Es hat sich gezeigt, daß keine unserer Bauernfamilien in der
Lage ist, eines ihrer Kinder im Internat zu unterhalten. Die Schule benötigt
insgesamt etwa 20.000 Euro jährlich. Die Mittel sammeln wir durch
Patenschaften (20 Euro im Monat), doch können nur zusätzliche Spenden
das Budget füllen und den Bestand der Schule sichern: denn Unterhaltungskosten
(z. B. neue Dächer, neu zu streichende Fenster und Türen, zu ersetzende
Möbel, Bettwäsche, Hygieneartikel), bauliche Erweiterungen, Modernisierung
(Duschen, hygienische Toiletten, Klärgruben), Schulmaterial u. a.
kommen zu den laufenden Kosten hinzu.
Wollen Sie uns helfen?
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Unsere
Kontaktadresse:
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Phugmoche-Nepal
e.V.
Anneliese
Dietrich
Schweinedeich
21
25761 Büsum
Deutschland
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Sie erreichen uns unter der Telefon-Nummer
und der eMail-Adresse
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0049-4834-2668
dietrich-buesum@t-online.de
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unsere
Bankverbindung ist:
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Phugmoche-Nepal
e.V.
Konto-Nummer
150122201,
Sparkasse
Westholstein,
BLZ 222 500
20
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Die internationalen
Bankcodes sind:
IBAN: DE07 2225 0020 0150 1222 01
BIC: HSHNDEH1IZH
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