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Die Kinder von Phugmoche

 

 

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unsere sorgenkinder

(Januar 2007)

 

 

 

Einige unserer Kinder hätten ohne unsere Hilfe sterben müssen. Tsering litt unter einer fort­geschrittenen Tuber­kulose. Im Berghotel meines Freundes Shyam unterzog er sich einer achtmonatigen Therapie. Jetzt ist Tsering gesund, die krankhafte Blässe ist aus seinem Gesicht verschwunden, und er lächelt wieder. In Phugmoche unterrichtet er seine Mutter­sprache, das Sherpa. Seinem Freund Ngawang Tharchin, der jetzt in einem süd­indischen Klosterinstitut lebt, konnten wir leicht helfen. Seine Herzbeschwerden waren heilbar.

 

Dem damals zwölfjährigen Sonam retteten wir durch eine Operation in letzter Minute das Leben. Eine Mittelohr­entzündung hatte den Schädelknochen infiziert. Die Entzündung war kurz davor, ins Gehirn vorzudringen. Heute ist Sonam ein fröhlicher Teenager. Sobald er die europäische Frau erspäht, die mühsam den Felsen von Phugmoche erklimmt, rennt er in sein Zimmer, um mich mit einem Ehrenschal zu begrüßen.

 

Gerade haben wir Pasang Dorjes Bein vor der Amputation bewahrt. Vor zwei Jahren war er beim Spielen gegen einen Felsen gestürzt. Er hatte lange Zeit Blutergüsse und litt unter Schmerzen am Oberschenkel. Da er nicht klagte, machte sich auch niemand Sorgen – bis eine Infektion des Knochens diagnostiziert wurde, die Pasang auf Lebenszeit zum Krüppel gemacht hätte.

 

In diesem Monat schließt Cheji ihre achtmonatige Tuberkulose-Therapie ab. Wie es häufig vorkommt, bringen die Kinder Krank­heiten von zu Hause mit, wenn sie nach den Ferien in die Schule zurückkehren. Im Elternhaus werden sie schlechter ernährt als in Phugmoche, die meisten von ihnen haben kein eigenes Bett und schlafen auf einer Matte auf dem Fuß­boden.

 

Sonam Dolkar und ihr Bruder Tashi

Die kranken Kinder verursachen uns hohe Kosten. Es ist nicht nur die medizinische Be­handlung, sondern auch der Flug von Phaplu nach Kathmandu und zurück ins Solu-Tal. Bei unserer Herzpatientin Sonam Dolkar sind es vor allem die viertel­jährlichen Kontroll­unter­suchungen in Kathmandu und die Medi­kamente, die immer noch als Folgekosten zu Buche schlagen. Gerade jetzt haben wir Tsering Dorje, der schon in Junbesi zur Schule geht, und Chepal zu einer gründ­lichen Unter­suchung nach Kathmandu geholt. Wir suchen noch nach einer Unterkunft für die zwei Jungen, da sie in der Stadt keine Verwandten haben.